Erfinderlabor Oberstufe

Umicore und die Hochschule Rheinmain ermöglichen einen tiefen Einblick in die Umweltechnologie

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31.1.2012

Hanau/Rüsselsheim. Als Industriepartner des 10. Erfinderlabors war die Umicore AG & Co. KGim Boot. Hanau ist drittgrößter Konzernstandort weltweit. Vorstandsvorsitzender Dr. Jörg Beuers bezeichnete die Förderung naturwissenschaftlich begabter Jugendlicher als wichtige Aufgabe seines Unternehmens: "Ausbildungen und Berufe in naturwissenschaftlichen Bereichen haben enorm viel Potenzial und bieten jungen Leuten interessante Zukunftschancen. Gerade bei Umicore in Hanau." Hier seien nicht nur hochbegabte, sondern auch enorm motivierte Jungforscher am Start gewesen. Initiativen wie das Erfinderlabor seien deshalb besonders wertvoll, weil sie Theorie und Praxis auf kreative Weise vereinen.

Den spezifischen Forschungsbereich der Jubiäumsveranstaltung kommentierte Beuers als global bedeutendes Thema: "Elektromobilität ist ein Megatrend." Der Brennstoffzelle gehöre die Zukunft. Prof. Dr. Birgit Scheppat bestätigt dies. Als eine der führenden Wissenschaftlerinnen in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie leitet sie den Studienbereich Physikalische Technik an der Hochschule RheinMain in Rüsselsheim. Auch sie war von der Neugier und Motivation der angehenden Abiturienten begeistert: "Es macht Spaß, mit Schülern zu arbeiten, die richtig hungrig auf Wissen sind. Die Teams waren schnell infiziert von dem Virus, der Forschung heißt." Doch auch für die Mitarbeiter der Hochschule habe das Erfinderlabor eine Herausforderung dargestellt: Es sei sehr anspruchsvoll, eine derart komplexe und innovative Technik erfahrbar zu machen. Den Teilnehmern haben sich die Inhalte binnen weniger Tage erschlossen. Scheppat: "Wir haben leuchtende Augen gesehen. Klasse!"

Die Hochschule will das ZFC weiterhin aktiv unterstützen. Auch die Studierenden, die unter der Leitung von Frau Scheppat das Projekt vor Ort begleitet haben, waren vom Potenzial der Schüler beeindruckt. Das Erfinderlabor bezeichnet Prof. Scheppat als tolle Chance, um jungen Leuten zu zeigen, wie viel Kreativität Wissenschaft erfordert und wie viel Spaß es mache, eigene Wege zu gehen, so die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Brennstoffzellen-Initiative Hessen (H2BZ), die das Projekt ebenfalls unterstützt hat.